Tarentola (Geckonia) chazaliae

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Merkmale:
Helmkopfgeckos können eine Länge von bis 10cm erreichen, wobei jedoch die Männchen deutlich kleiner bleiben als die Weibchen. Der Kopf weist am Hinterhaupt einen schildartigen Ausläufer auf, der an einen Helm erinnert - deshalb auch der deutsche Name ''Helmkopfgecko'', im englischen ''Helmeted Gecko''. Die Tiere haben einen gedrungenen Körperbau mit einem massigen Kopf und Rumpf und einem zierlichen Schwanz. Im Gegensatz zu vielen anderen Geckos speichern die Helmkopfgeckos das Fett nicht im Schwanz sondern an den Flanken.
Auf ihrer beige-braunen Grundfarbe verteilen sich helle, fast weisse bis dunkelbraune Flecken unterschiedlicher Form und Grösse. Durch diese unregelmässige Zeichnung und schlichte Färbung sind die Geckos auf Sand, Holz und Steinen perfekt getarnt und sogar im Terrarium manchmal schwierig auszumachen.
Die Helmkopfgeckos weisen sowohl Krallen wie auch Haftlamellen auf.
Verbreitung / Lebensraum:
Die Tiere bewohnen einen wenige Kilometer breiten Küstenstreifen vom südlichen Marokko bis in den Norden Senegals. Es handelt sich um ein Wüstengebiet, in dem jedoch ausgeprägter Morgenneben und Taufall herrscht. Die Temperaturen schwanken zwischen Tag und Nacht stark und können bis zu 30° differieren wobei sie in Winternächten gegen die Nullgradgrenze fallen können.
Terrarium:
Ich halte meine Tiere Päarchenweise in einem 60x45x45cm Terrarium. Sie haben eine Rückwand, die ab und zu zum Klettern genützt wird. Ich konnte beobachten wie ein adultes Weibchen sogar überhängend kletterte und sich dann ganz zuoberst auf der Rückwand niederliess.
Einrichtung:

- Mehrere kleine Höhlen, schräge Steine (gesichert!) sowie zahlreiche Korkstücke sollten den Tieren als Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
- Der Ast der sich im Terrarium befindet wird von meinen Geckos regelmässig erklettert. Es scheint als würde er als ''Aussichtspunkt'' für die Tiere dienen.
- Eine Ecke des Terrariums sollte ständig feucht gehalten werden. Am besten sprüht man jeweils morgens, das imitiert den Morgennebel der im natürlichen Habitat der Tiere vorkommt.
- Wasserschale
- Schale mit Kalk (-Pulver) z.B. zerriebene Sepiaschale.

Bodengrund:

ca. 10cm hohe Sandschicht (nicht zu feiner Sand!).

Temperatur /LF:
Tag: 25-30, lokal bis zu 40°C, kühlere Stellen dürfen nicht fehlen
Nachts: ca 20° oder kühler
Die Luftfeuchtigkeit sollte durch morgendliches Sprühen angehoben werden und darf im Verlaufe des Tages auf ca 30% absinken.  
Beleuchtung:
- ca. 30W-Halogenstrahler
- UV-Röhre
Winterruhe:

Eine Winterruhe sollte gesunden Tieren auf jeden Fall gegönnt werden. Es wird empfohlen die Tier für 1-2 Monate bei ca 15-18 Grad zu überwintern.
Die Beleuchtungsdauer kann von ca 13 auf ca 6 Stunden reduziert werden.

Quarantäne:

Bevor man die Tiere zusammensetzten darf, muss man sie während 3 Monaten in Quarantäne halten. Da die Helmkopfgeckos etwas anfälliger sind bezüglich Luftfeuchtigkeit empfiehlt sich - vor allem bei jüngeren Tieren - die Quarantäne auf Sand durchzuführen. Dadurch kann die Luftfeuchtigkeit besser kontrolliert werden. Kotproben gehören natürlich zur Quarantäne dazu.

Gruppenhaltung:
Helmkopfgeckos können Paarweise oder in Gruppen von einem Männchen mit mehreren Weibchen gehalten werden. Die Tiere sollte frühestens im Alter von ca 1 Jahr zusammengesetzt werden.
Geschlechtsmerkmale:
Die Männchen sind allgemein kleiner als die Weibchen und weisen stark ausgeprägte Hemipenistaschen auf.
Trächtigkeit:
Die Trächtigkeit dauert ca 2 Wochen. Man sieht sie den Weibchen meist nicht an und kann auch die Eier nicht wie bei vielen anderen Geckos durch die Bauchwand schimmern sehen. Das macht es relativ schwierig das Legedatum abschätzen zu können. Die Weibchen legen meist 2 Eier pro Gelege bis zu 4-5 mal pro Saison. Die hartschaligen Eier messen ca 1cm und werden meist tief vergraben. Sie müssen äusserst vorsichtig geborgen werden, da sie sehr leicht zerbrechen.
Inkubation:
Bei ca 28° schlüpfen die jungen nach ca 60-70 Tagen.
Nahrung:
Heimchen, Diverse Grillenarten, kleine Schaben. (Generell gilt: Breite des Geckokopfes = maximale Futtertierlänge)
Supplementierung:
Das Futter sollte bei jeder Fütterung mit einem Vitaminpräparat und einem Mineralstoffpräparat/zerriebener Sepiaschale bestäubt werden. Auch sollte im Terrarium eine Schale mit Kalk/Kalzium (als zerriebene Sepiaschale oder Kalziumzitrat) dauernd vorhanden sein damit sich die Geckos nach Bedarf bedienen können.

 


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